
In den Vorschulklassen haben wir uns über Wochen mit dem Thema Wasser beschäftigt. Für die Fuchsvorschulklasse endete dieses Projekt mit einem Hausbesuch bei Amilia und ihrer Familie, in deren Garten sich ein wunderschöner Teich befindet.
Ursprünglich war geplant, dort im Teich unsere kleinen gefalteten Papierdampfer schwimmen zu lassen. Von diesem Vorhaben mussten wir jedoch Abstand nehmen als wir erfuhren , dass in dem Teich Enten brüten. Ruhebedürftige brütende Enten und der Besuch einer lebendigen Vorschulklasse, das verträgt sich nicht, so dachten zumindest wir Erwachsenen…
Nun hatte Amilias Mama die großartige Idee, Kontakt zum NABU (Naturschutzbund) aufzunehmen. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin erklärte sich bereit, nach Rissen zu kommen, um der Vorschulklasse eine kleine Führung rund um den Gartenteich anzubieten und uns Wissenswertes über Enten und andere Vogelarten zu vermitteln.
Am vergangenen Mittwoch war es dann soweit. Wir spazierten zu Amilia, dort erwartete uns bereits Frau Ennen vom NABU. Geduldig erklärte sie den Vorschulkindern und uns Begleitpersonen viele interessante Dinge über Enten und andere Vögel. Zunächst haben wir uns gewundert, dass die brütenden Enten verschwunden waren. Die Entenküken waren mittlerweile geschlüpft und von Frau Ennen erfuhren wir, dass frisch geschlüpfte Entenküken sich direkt nach dem Schlüpfen mit der Entenmutter auf den Weg zum nächsten (größeren) Gewässer machen. Gelernt haben wir auch, dass man Vögel von März bis September nicht füttern darf, denn die Vogelbabys sollen nur das Futter fressen, was die Eltern ihnen besorgen (Insekten, Raupen…) , sonst können sie nämlich krank werden.

Erklärt hat Frau Ennen uns den Unterschied zwischen Zug- und Standvögeln. Interessant fanden wir, dass Zugvögel nicht wegen der Kälte bei uns Winter wegfliegen, sondern weil es für sie zu wenig Insekten zum Fressen gibt.
Wir haben noch vieles mehr erfahren, als wir an dieser Stelle aufzählen können.
Am Ende bekamen alle ein tolles Vogel- und Schmetterlingsleporello.
