Schulgeschichte

Die Geschichte der Schule Marschweg

Schon seit über 200 Jahren gibt es in Rissen ein Schulwesen, wenngleich ein genaues Gründungsdatum der ersten Rissener Schule sich nicht nachweisen lässt. In der Rissener Dorfstraße Nr. 7 wurden in dieser alten Kate das erste Klassenzimmer für wenige Kinder eingerichtet.

Die zweite Rissener Schule befand sich in einem 1756 erbauten Bauernhaus Wedeler Landstraße 30/ Ecke Waldstraße (heute Gudrunstraße), die früher „Schooltwiete“ bzw. „Schoolkamp“ hieß. Die „Alte Schulkate an der Schooltwiete“ wurde bis 1875 als Schule genutzt.

Der ehemalige Rektor der Rissener Hauptschule, Jürgen Beuche, hat 1991 auf der Grundlage alter Schuldokumente eine Geschichte der Rissener Schule von 1820 bis 1914 geschrieben. Auf der Grundlage alter Dokumente wurde festgestellt, dass Rissener Schulkinder vom 7. Lebensjahr bis zur Konfirmation die Schule besuchten. „Moralisch-religiöse Bildung“ war in früherer Zeit das wichtigste Fach. Alle Schüler gingen zusammen in eine Klasse. Es gab nur einen Lehrer, der auch im Schulgebäude wohnte. Der Unterricht fand morgens und nachmittags statt. Die Schüler lernten Lesen, Schreiben und Rechnen. Im Sommer waren viele Kinder vom Unterricht befreit, weil sie in der Landwirtschaft mithelfen mussten oder gar von Blankenese aus zur See fuhren. Die Lehrer selbst waren schlecht bezahlt und ungenügend ausgebildet, den Witwen der Lehrer blieb oft nur der Weg ins Armenhaus, wie es der Rissener Dorfschulmeister Philipp Suden berichtet, der im Auftrag der Kirchenvisitatoren ein „Schularchiv“ aufzeichnete.

1875 wurde die Steinschule erbaut und 1908 vergrößert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Bevölkerung stark zunahm, wurden 1952 die Schule am Iserbarg, 1964 die Schule am Marschweg und 1971 das Gymnasium am Voßhagen eröffnet.

Die Grundsteinlegung für die Schule Marschweg passiert im Oktober 1963, im Frühjahr 1964 zieht die Schule  in ihre wabenförmigen Gebäude ein. Erst im Jahre 1972 erhält die Schule ihre eigene Turnhalle, die im Februar eingeweiht wurde. Bis 1984 besteht die Schule aus den Klassenstufen 1 bis 6 und der Vorschule. Wegen des neuen Beobachtungsstufen-Modells muss der Marschweg die Klassen 5 und 6 an den Iserbarg abtreten.

Ein Jahr später, am 01. Februar 1985, übernimmt Frau Birgit Winter die Schulleitung. In den kommenden 22 Jahren leitet sie die Schule Marschweg. Am 01. Februar 2007 feierte Frau Winter ihren Abschied von der Schule Marschweg, seitdem wurde sie kommisarisch von Herrn Peter Mein, Schulleiter der Schule Lehmkuhlenweg, geleitet.

Seit dem 01. August 2007 ist Frau Hastedt Schulleiterin der Grundschule Marschweg.